SVFler mit starkem Auftritt in Gemmingen

Am Samstag war es wieder so weit: Es ging für die Wasserballer des SV Friedrichsthal zum vierten Mal zum Wasserballturnier nach Gemmingen. Aufgrund einiger Ausfälle und erst später nachkommender Spieler war der Kader mit zehn Spielern samstags zunächst etwas spärlicher besetzt für die Spiele in der Gruppe A gegen den 1. BSC Pforzheim, die Uni Frankfurt, die Uni Karlsruhe sowie das Allstar-Team.

Mit dem Spiel gegen die Zweitligamannschaft aus Pforzheim, dem Turniersieger des Vorjahres, stand direkt eine schwierige Aufgabe vor den SVFlern. Die Qualität der Pforzheimer schlug sich zunächst in einer 2:0-Führung nieder, welche aber in der zweiten Halbzeit nicht nur egalisiert, sondern sogar in eine 3:2-Führung für den SVF umgemünzt wurde. Nach einem eher als Foul zu bewertenden Ausschluss gegen die Saarländer konnte Pforzheim allerdings ausgleichen, was gleichzeitig der Endstand war.

Der zweite Gegner, die Mannschaft der Uni Frankfurt, war für die Friedrichsthaler noch ein unbeschriebenes Blatt. Gegen die noch etwas unerfahrenen, aber in jedem Spiel dauerhaft vorbildlich motivierten Frankfurter gelang ein ungefährdeter 13:2 Sieg, der dem SVF eine gute Ausgangslage und Tordifferenz für die Mission Halbfinale gab.

Die Uni Karlsruhe, alte Bekannte der Friedrichsthaler vom Neujahrsturnier in Kaiserslautern, war der dritte Gegner des SVF. Während man diese zu Jahresbeginn in Kaiserslautern noch mit 7:1 geschlagen hatte, fiel den Friedrichsthalern das Spiel in Gemmingen zunächst deutlich schwerer, da die Unimannschaft einerseits stärker besetzt war und die Saarländer andererseits zu Beginn ihre Chancen in Reihe ausließen. Als diese in der zweiten Halbzeit besser genutzt wurden, gelang ein überzeugender 7:3-Erfolg.

Mit fünf Punkten aus drei Spielen standen die Chancen für den SVF vor dem letzten Spiel des Tages gegen das Allstar-Team etwas besser, da dieses das Spiel gegen Pforzheim hoch verloren hatte und den Saarländern somit bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen würde. Warum die Friedrichsthaler nach den zuvor guten Auftritten so schlecht agierten und zur Halbzeit 0:3 zurück lagen, ist kaum zu erklären. Nach einer entsprechenden Kopfwäsche von Trainer Szcurkieiwcz und Torhüter Paul Kintzel starteten die SVFler allerdings furios in die zweite Halbzeit. Durch einen 4:0-Lauf ging man überzeugend in Führung und hatte alle Trümpfe in der Hand, musste allerdings nicht nur den Ausgleich, sondern auch den Rückstand hinnehmen. Eine Minute vor Schluss gelang aber der abermalige Ausgleich und somit der Einzug ins Halbfinale.

Da somit der vierte Platz des Vorjahres bereits mindestens erreicht war, bot sich die Möglichkeit zu erneuter Verbesserung, was dem SVF auch gelang! In einem intensiven Halbfinale gegen den SC Neustadt gleichte man zwei Mal die Führung der Pfälzer aus und ging nach dem 2:2-Endstand ins 5-Meterwerfen. Hier konnten sich die Friedrichsthaler auf Torwart Paul Kintzel, der keinen Gegentreffer zuließ, und die Schützen Andrzej Szcurkieiwcz sowie Pascal Hinz verlassen, die einen 4:2-Sieg herstellten.

Im Finale wartete erneut mit dem 1. BSC Pforzheim ein harter Brocken. Mit gänzlich veränderter Taktik versuchten die SVFler dem Gegner den Zahn zu ziehen, was jedoch wegen zu wenig Bewegung zunächst nicht gelang. Nach langem torlosen Stand konnten die Badener in schneller Folge mit 3:0 in Front gehen. Der SVF kam jedoch in der Folge mit mehr Bewegung und besser umgesetzter Taktik auf 2:3 heran, verpasste es allerdings das Spiel zu drehen. Somit musste man sich dem Zweitligisten mit 2:4 geschlagen geben.

Der zweite Platz ist die beste Platzierung der Friedrichsthaler beim Turnier in Gemmingen und zeigt, dass mit dem SVF beim anstehenden Alois-Uder-Pokal Ende September in Friedrichsthal zu rechnen ist!

Es spielten: Paul Kintzel (T), Manuel Christmann (1 Tor/0 Ausschlussfehler), Yannis Künstle (5/1), Pascal Hinz (3/2), Nick Bärtschi (9/1), Andrzej Szcurkieiwcz (4/2), Thomas Pink (2/1), Nico Basters, Lukas Mathieu (4/0), Holger Huber (3/1), Maximilian Simonett (0/1), Tobias Bauer (1/0) und Marius Heuer.

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